Priorisierung von Anwendungen und Protokollen mittels Deep Packet Inspection
ipoque bietet Internet Service Providern Bandbreitenmangementlösungen basierend auf Deep Packet Inspection. Im Bandbreitenmangement sind detaillierte Statistiken über Anwendungs- und Teilnehmeraktivitäten im Netzwerk besonders wichtig, um auf deren Basis Netzwerkverkehr zu managen. Unsere Produkte ermöglichen Anbietern eine Identifizierung, Übersicht und Verwaltung von Netzwerkverkehr pro Teilnehmer. Auf diese Weise lassen sich die Kosten für Kommunikation und Infrastruktur bei steigender Kundenzufriedenheit durch eine verbesserte Dienstgüte (Quality of Service) reduzieren.
Internet Service Provider kämpfen mit einer unverhältnismäßig großen Bandbreitennutzung von einem relativ kleinen Anteil an Internetusern, verursacht durch ständig neue Internetanwendungen. Häufig ist unklar, welche Anwendungen und Nutzer Bandbreitenengpässe verursachen. In diesem Fall stehen Anbieter nicht nur vor der Herausforderung, dass immer mehr Internetuser Breitbandzugang nutzen möchten, sondern es steigen auch Infrakstrukturkosten aufgrund der übermäßigen Nutzung von zu vielen Usern gleichzeitig. Zudem wird durch eine solche Nutzung die Dienstgüte von interaktiven Anwendungen wie Internetsurfen, Internettelefonie und Onlinespielen beeinflusst.
Bandbreitenmanagement hilft Anbietern mit dem steigenden Netzwerkverkehr umzugehen, ohne ständig in mehr Bandbreite investieren zu müssen. Eine konstante Dienstgüte bietet einen wichtigen Wettbewerbsvorteil im Konkurrenzkampf mit anderen Anbietern.
Anwendungsszenarien
ipoques PRX G-Series und Net Reporter lösen die Probleme, denen sich Anbieter stellen müssen. Der Net Reporter liefert umfangreiche Nutzer- und Anwendungsstatistiken, während der PRX Anbietern die Übersicht über ihr Netzwerk zurückgibt.
Die einfachste Lösung ist die Priorisierung essentieller Anwendungen über weniger wichtige Anwendungen mit einem hohen Bandbreitenverbrauch. Dafür kann schon eine einzige Regel genügen, die P2P-Verkehr eine niedrigere Priorität gibt als allen anderen Anwendungen. Dieser Ansatz ist nicht nur einfach, sondern auch hocheffektiv und bietet zusätzlich ein faires Model für eine gemeinsame Bandbreitennutzung aller Nutzer. P2P-Nutzer erhalten dabei die gesamte verfügbare Bandbreite. Sobald jedoch die Nutzung anderer Anwendungen steigt (beispielsweise während der Arbeitszeiten), wird P2P-Verkehr entsprechend gedrosselt.
Der Einsatz mehrstufiger Prioritäten verbessert die Qualität von interaktiven und zeitkritischen Anwendungen. Ein Beispiel: Während Internettelefonie (VoIP) die höchste Priorität erhält, haben Internetsurfen und Streaming eine hohe Priorität, P2P-Filesharing die niedrigste und alle anderen Anwendungen die Standardeinstellung. Im Ergebnis werden VoIP-Pakete bei hoher Bandbreitenauslastung schneller abgewickelt als nicht zeitkritische Anwendungen.
Die meisten Internet Service Provider bieten ihren Kunden entweder volumenbasierte oder Flatratetarife - letzeres, weil sich die Kunden daran gewöhnt haben. Daher nutzt ein signifikanter Nutzeranteil die vorhandene Bandbreite für Angebote wie P2P-Filesharing in übertriebenem Maße. Dies führt zu steigenden Infrastrukturkosten - nicht nur für Provider, sondern für alle User, auch wenn sie keine oder wenig bandbreitenintensive Anwendungen nutzen.
Der Rückgang zu einem volumenbasierten Modell ist kaum möglich. Stattdessen greifen viele ISP auf eine Beschränkung der Datenraten für diese "Poweruser" zurück. Allerdings verlangsamt dies alle Anwendungen und verringert damit auch die Qualität zeitkritischer Anwendungen. Die eingeschränkte Dienstgüte führt zu Kundenunzufriedenheit und gegebenfalls auch -rückgang.
Ein besserer Ansatz ist ein abgestuftes Tarifmodell für den einzelnen Kunden und die einzelne Anwendung. Damit kann eine Flatrate für einen Standardzugang zum Internet beispielsweise ohne P2P zu einem geringeren Preis angeboten werden, während Kunden, die außerdem auch P2P nutzen wollen, einfach ein zusätzliches Volumen für P2P hinzubuchen können. Damit ist ein faires Preismodell für alle Kunden möglich.
Umfangreiche Anwendungs- und Nutzerstatistiken ermöglichen Anbietern, die Aktivitäten im Netzwerk zu verfolgen. Auf dieser Basis können Anbieter schlüssige Entscheidungen treffen und ihre Profilitabilität erhöhen. ipoques Net Reporter bietet Providern diesen nötigen Überblick für Strategie- und Investitionsentscheidungen.
Der PRX bietet die Möglichkeit, rechtliche Anforderungen umzusetzen, denen sich ISPs entsprechend der nationalen Gesetzgebung gegenübersehen. Insbesondere der Datentausch in P2P-Netzen kann nach urheberrechtsverletzenden Inhalten gefiltert werden. Diese Funktionalität stellt der PRX mit einfachen Regeln und des einzigartigen Whitelistings für BitTorrent-Tracker zur Verfügung. Im Gegensatz zu den meisten P2P-Netzwerken wie eDonkey, Kazaa, Soulseek, Filetopia oder WinMX wird BitTorrent vorrangig zur Linux-Distribution oder für Open-Source-Projekte genutzt.
Zusätzlich zu P2P erfordern einige nationale Gesetze auch die spezielle Kontrolle der Internettelefonie. Der PRX erlaubt eine flexible Kontrolle über VoIP-Verkehr, inklusive SIP, Skype, H.323 und IAX. Das Anrufverhalten wird dafür über nutzerspezifische Regeln gemanagt.
